Weltgeschichtentag 2020

By 29. September 2020Allgemein
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Vergangenen Sonntag war es soweit. Der Weltgeschichtentag 2020, der eigentlichEnde März über die Bühne gehen sollte, wurde mit dem entsprechenden Hygienekonzept in der Theater- Strickerei Grabenstätt nachgeholt. Die fünf Erzählerinnen unter Leitung von Annette Hartmann nahmen die Zuhörer mit an die verschiedensten Orte der Welt, zu Trollen nach Schweden, zur Hexe Baba Jaga in die Wälder Russlands oder nach England in die Yorkshire Moors. Ausdrucksstarke und bildhaft erzählte Geschichten gehörten ebenso zur Veranstaltung wie die international- exotischen Intermezzo der Musiker Thomas Kraus und Heavy- Man Iboy.

Seit dem Jahr 2004 findet alljährlich am 20. März der Weltgeschichtentag statt. Dieser Tag, basierend auf einen schwedischen Erzähltag, widmet sich der Kunst des mündlichen Erzählens und lässt die Zuhörer den klangvollen Reichtum der Sprache in Worten, Bildern und Motiven erleben. Jeder Weltgeschichtentag wird von einem Thema begleitet, dieses Jahr lautete das Motto „Reisen“. So schwierig sich heuer das Reisen unter Corona- Einschränkungen  gestaltete, so kompliziert war es auch diese Veranstaltung durchzuführen. Aber mit den entsprechenden Abstandsregeln, Hygienekonzept für die Theater- Strickerei und fünfmonatiger Terminverschiebung konnte es nun endlich auf die Reise gehen. Mit spannenden Geschichten und Bildern im Kopf, zu mythischen Orten wo Fabelwesen, Trolle und Hexen bereits warteten. Jede der fünf Erzählerinnen begann ihre Geschichte mit persönlichen Erlebnissen von einer Reise an den Ort, von dem ihre fantasievolle Erzählung berichtete. So wartete Annette Hartmann mit einer Legende aus Äthiopien auf, Jana Schwiede reiste danach um den halben Erdball, nach Russland zur Hexe Baba Jaga. Weiter nördlich, in Schweden existieren in der Mythologie die Trolle. Von diesen, bisweilen launischen Fabelwesen erzählte mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik Lisa Sonderhauser. Brigitte Amersberger begab sich erzählerisch nach England in die Yorkshire Moors. Was man auf einer Bahnreise durch Rumänien alles erleben kann, war von Liliana Meisinger zu hören. Als letztes Reiseziel ging es nach Indonesien, genauer gesagt auf die Insel Bali. Hier ist der Sage nach der Austragungsort des ewigen Kampfes im Gleichgewicht von Gut und Böse. Erzählt von Annette Hartmann und Lisa Sonderhauser.

Auch die instrumentale Begleitung der Reise hatte sozusagen Weltniveau. Die musikalischen Multitalente, Thomas Kraus und  Heavy- Man Iboy waren mit Instrumenten aus aller Herren Länder am Start. Hier ein kleiner Auszug: Das Angklung, ist ein in Südostasien verbreitetes Instrument aus Bambusrohren dessen Töne durch seitliches Schütteln erzeugt werden. Aus Indien stammt das Saiteninstrument Bulbultarang. Auf den ersten Blick erinnert es an einen kleinen Koffer, über den Saiten, die mit Hilfe eines Blättchens erklingen, sind Tasten zur Tonvariation angebracht. Und auch ein Hingucker war das westafrikanische Balafon. Dieses Instrument ähnelt sehr dem Xylofon, mit dem Unterschied, dass unter den Klangkörpern getrocknete Hüllen des Flaschenkürbis, sogenannte Kalebassen angebracht sind. Diese dienen als Resonanzkörper.

Am Ende, wie auch zu Beginn erklang der Evergreen „Eine Reise ins Glück“, angepasst auf heutige Aspekte: „Eine Reise ins Glück, ohne Maske und Phone, eine Reise ins Glück, davon träume ich schon“.

Text und Fotos: Thomas Schwiede

ErzählerInnen:
Annette Hartmann, Lisa Sonderhauser, Angelika Dollner, Brigitte Amersberger, Liliana Meisinger, Klara Führen, Jana Schwiede

Musik: Thomas Kraus (Gitarre, Saxophon, Ukulele, Percussion) 
Bericht im Trostberger Tagblatt

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