“VOM KLANG DER WELT” | LINDENMUSEUM STUTTGART

By 19. August 2018 Allgemein
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„Der Klang der Welt“ in Stuttgart 

Ein interkulturelles Projekt von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft und für die Freundschaft zwischen den Kulturen. 

„Wir sind hierhergekommen: wir haben unsere Heimat alleine verlassen müssen, wir haben unsere Tänze, Lieder und unsere Geschichten ausgetauscht, und sind zu einer neuen Familie geworden. Nun ziehen wir weiter durch die Welt und begegnen neuen Menschen. Unsere „Familie“ wächst weiter“. 

Gemeinsam mit der Erzählerin Annette Hartmann haben junge geflüchtete Menschen im Chiemgau das Projekt „Vom Klang der Welt“ erschaffen und 2017 den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern dafür erhalten. Nun reist „Klang der Welt“ als „Work in Progress“ nach Stuttgart weiter, zusammen mit Erzählungen der Freiburger Initiative „Erzähl mir deine Geschichte“ und Performances von Stuttgarter Mitwirkenden. Die Sprache von Musik, Tanz und Wortkultur überwindet alle Grenzen und ist die Botschaft für Frieden und für ein konstruktives Miteinander. 

Überregionales Projekt von Ars Narrandi e.V. Chiemgau (Annette Hartmann) Freiburg (Kathinka Marcks) und Stuttgart (Odile Néri-Kaiser, Chantal Ruiz). 

Kontakt bei Interesse für das Projekt:
odilenerikaiser@gmx.de / 07033 36457
cruiz@gmx.net / 0711 2294207

PRESSEBERICHT

Ressort Kunst / Kultur / Integration
„Klang der Welt“ im Lindenmuseum Stuttgart am Samstag, 16,06.2018 unter der Leitung von Annette Hartmann
Datum: 17.06.2018
Text: Ute Wolfangel
Kontakt: Annette Hartmann, eMail: mail@tpa-hartmann.de


„Klang der Welt“ im Lindenmuseum am vergangenen Samstag – mehr als eine musikalische Reise um die Welt

Was die ganze Welt verbindet, das präsentierten die gut 30 Mitwirkende aus aller Welt bei der Veranstaltung „Klang der Welt“ am vergangenen Samstag im Lindenmuseum. Es ist die grenzüberwindende Freude an Tanz, Gesang, Musik und Erzählkunst, die auf allen Teilen der Welt zuhause ist. Geflüchtete Laienkünstler, Kinder wie Erwachsene, aus Syrien, dem Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Eritrea, Nigeria, Gambia und dem Senegal boten die kulturelle Vielfalt unserer Welt dar. Die Kinder der bunt zusammengewürfelten Künstlertruppe eröffneten das Fest mit gemeinsamem Singen und modernem Tanz. Es folgten Melodien, Gesänge und Erzählungen, traditioneller Tanz bis hin zu Hip-Hop aus den unterschiedlichen Ländern, begleitet von Klängen aus einem Harmonium aus dem Iran, eine Kora aus Gambia, afrikanischen Jambes, Gitarre und zahlreichen Percussion Instrumenten. Die Initiatorin von „Klang der Welt“; Annette Hartmann, verbindet die einzelnen Darbietungen mit ihrer professionellen Moderation und Erzählungen, die von einem Land ins nächste überleiten.

„Ich war so aufgeregt, es ist etwas ganz Besonderes, auf einer so großen Bühne zu stehen“, sagt Muhammed aus Syrien nach seinem Auftritt. Man hat ihm die Nervosität nicht angemerkt. In deutscher Sprache erzählt er ausdrucksstark das arabische Märchen von Aladin aus der Wunderlampe in seiner eigenen, modernen Version. Die Wünsche an Aladin sind eher bescheiden. Einen Shuttle nach Hause am späten Abend, ein eigenes Zimmer, eine Katze um nicht alleine zu sein, das sind die drei Wünsche, die ihm sein Märchenheld erfüllt.

Dem Projekt „Klang der Welt“ unter der Leitung von Annette Hartmann wurde in diesem Jahr der bayerische Integrationspreis verliehen. Das Projekt  mit und für Geflüchtete wird  seit 2016 in verschiedenen Städten mit wechselnder, jeweils regionaler Besetzung aufgeführt. Es ist als Work in Progress nach Stuttgart gezogen, wo es sich unter der Leitung von Odile Néri-Kaiser und dank der Vernetzungsarbeit von Chantal Ruiz  als  Stuttgarter Projekt von dem Verein „Ars Narrandi e.V…wenn Worte wandern…  entfaltete. Beiträge von Geflüchteten aus  der Ars narrandi e.V.Freiburger Initiative „Erzähl mir Deine Geschichte“.von Kathinka Marcks bereicherten die Veranstaltung.  Den Auftritt der Jüngsten studierten René und Chantal Ruiz (ars narrandi e.V.) mit den Kindern ein. 

Die positive Wirkung dieser interkulturellen Bühnenperformance ist in vielerlei Hinsicht spürbar. Die Künstler der unterschiedlichen Nationen lernen sich schon bei den Proben zu den Aufführungen kennen, es wird improvisiert, gejammt, gelacht, es werden Instrumente getauscht, die Refrains in fremden Sprachen gemeinsam gesungen und viele Geschichten ausgetaucht. Die beim „ Klang der Welt“ erzählten Weisheitsgeschichten der Völker und Kulturen sind  die Grundlage der entstandenen Gemeinschaft. Sie ist wiederum die Bedingung dafür, dass die Teilnehmer selbstbewusst, charismatisch und mit starker Bühnenpräsenz , ihre Kultur  präsentieren und dem Publikum einen Teil ihrer Welt eröffnen konnten. Weitere Projekte sind heute schon entstanden, die „den Klang der Welt „ weitertragen und damit weitere Geflüchtete ermutigen, ihre Talente,  ihre Künste, ihre Geschichten,  „Ihre Schätze“ zu teilen und  einem breiten Publikum zu zeigen: es ist Empowerment pur!.

Im Hintergrund unterstützen Ehrenamtliche aus Asylarbeitskreisen das Projekt, die die Talente ausfindig machten und motivierten, am Projekt mitzuwirken.

Das Lindenmuseum stellte zum wiederholten male für „Klang der Welt“ Stuttgart den Veranstaltungssaal des Museums für Proben und Aufführung zur Verfügung. Die Stadt Stuttgart hat die Grundfinanzierung für das Projekt gesichert************ 

Zum Abschluss gab es stehende Ovationen des Publikums der gut besuchten Veranstaltung. Die Gäste dankten den Künstlern und Veranstaltern zum Abschied mit großzügigen Spenden und einem Lächeln im Gesicht. Alle wurden eingeladen, den„Klang der Welt“ auf dem Festival „ Erzählt uns den Planeten“  am 27.07.2018 auf dem Killesberg weiter zu folgen.

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